Der Stuttgarter Besen zeigt auch 2026 die Vielfalt der Kleinkunst: Newcomer treffen auf Bühnenerfahrene, Stand-up auf Satire, Musikkabarett auf kluge Beobachtungen des Alltags. Am 10. März treten im Renitenztheater folgende Künstlerinnen und Künstler an: Romeo Kaltenbrunner, Luisa Charlotte Schulz, BlöZinger, Fabian Lampert, Johannes Floehr, AnnPhie Fritz, Mago Masin und Marie Diot.
Die Nominierten näher betrachtet:
So unterschiedlich die Genres, so klar die Profile: Die acht Nominierten des Stuttgarter Besens 2026 stehen jeweils für eine eigene Haltung, eine eigene Sprache, einen eigenen Blick auf die Welt.
Romeo Kaltenbrunner: Verbindet politisches Kabarett mit feiner Ironie und persönlichem Zugriff – analytisch, pointiert und immer nah an gesellschaftlichen Widersprüchen.
Luisa Charlotte Schulz: Beobachtet Alltag, Beziehungen und Selbstbilder mit scharfem Humor und viel Gespür für Zwischentöne – leicht, klug und überraschend präzise.
BlöZinger: Das österreichische Duo arbeitet mit Körper, Sprache und absurden Dialogen – temporeich, virtuos und oft näher am Theater als an klassischer Comedy.
Fabian Lampert: Stand-up mit Understatement: scheinbar beiläufig, gedanklich dicht, mit trockenem Humor und großer Aufmerksamkeit für kleine Alltagslogiken.
Johannes Floehr: Politisch, sprachlich versiert und konsequent satirisch – Floehr seziert Gegenwart und Diskurse mit Lust an der Zuspitzung.
AnnPhie Fritz: Persönlich, musikalisch und selbstironisch: Ihre Programme verbinden private Geschichten mit gesellschaftlichen Fragen und viel Nähe zum Publikum.
Mago Masin: Spielt virtuos mit Identität, Herkunft und Perspektivwechsel – humorvoll, klug und mit einem Gespür für die Absurditäten kultureller Zuschreibungen.
Marie Diot: Musikkabarett mit leiser Wucht: poetisch, eigensinnig, lakonisch – und gerade deshalb besonders treffsicher.
Jury, Preise und Moderation:
Über GOLD, SILBER und HOLZ entscheidet eine fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Mathias Richling – mit Vertreterinnen und Vertretern aus Presse, Kulturverwaltung und Rundfunk:
Adrienne Braun (Stuttgarter Zeitung), Elisabeth Stratka (ORF, Leitung Feuilleton), Nora Niethammer (Theaterreferentin, Kulturamt Stuttgart), Martin Müller (SWR, Leitung journalistische Unterhaltung), Roland Mahr (Intendant Renitenztheater).
Den Gerhard-Woyda-Publikumspreis vergibt wie gewohnt das anwesende Publikum.
Durch den Abend führt Florian Schroeder, musikalisch begleitet von Zbik Beat.
Ausstrahlung im TV:
Die Gala ist am Ostersonntag, 5. April um 22.45 Uhr im SWR Fernsehen und die Gewinner am 5. und 12. Mai jeweils um 22.30 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen.